Sonntag, 31.8.2014/ Montag, 1.9.:


Über Nacht hat es weiter geregnet, nach dem Frühstück versuchen wir in einer Regenpause die Stadt zu besichtigen. Nahe am Gästehafen das vierstöckige Rathaus, ein Holzhaus im Empirestil. Wir laufen durch die Altstadt Tyholmen bis zum Pollen mit seinen vielen Restaurants und Hotels, u.a. mit dem „romantischen 1711“. Der Rundgang ist nicht groß, es beginnt schon wieder aus Gießkannen zu schütten.

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11:00 Uhr legen wir ab und fahren bis zum Leuchtturm Torungen. Im Innenbereich ist wenig Wind, wie man auf dem Bild erkennen kann. Wir stellen fest, dass der Wind draußen immer noch mit 5 bis 6Bft bläst und die Wellen dementsprechend hoch sind und der Regen wird auch nicht weniger. Das müssen wir uns nicht antun und fahren zurück in den geschützten Hafen. Nachmittags werden wir einen nächsten Versuch starten, im Wetterbericht war nachlassender Wind und vor allem nordostdrehend angekündigt, deshalb überhaupt der Versuch. Noch eine Nacht wollen wir möglichst nicht die 300NKr Liegegebühr löhnen – für Nachsaison ganz schön happig. Und außerdem soll am Montag nur noch wenig Wind sein.
 
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15:00 Uhr der 2. Versuch, es regnet nicht mehr und der Wind ist auch nicht so bissig, wie am Vormittag. Wieder die schöne Fahrt durch die Schären und vorbei an der bebauten Küste der beiden Arendal vorgelagerten größeren Inseln.

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Mit je 1xgerefften Groß und Fock beginnen wir bei 5 bis 6Bft in Spitzen 7 aus Ost hoch am Wind die Überfahrt über das Skagerrak, Generalkurs 125°. 19:00 Uhr refft Jörg nochmals beide Segel, es ist einfach nötig so zu segeln. Die Windsteueranlage steuert besser und der Kahn schiebt nicht so viel Lage. Es kommt weniger Wasser über Deck und der Schiff knallt nicht so in die Wellen. Der Wind ändert weder seine Stärke noch seine Richtung. Um Mitternacht eine leichte Winddrehung auf ONO, sodass wir unseren Sollkurs fahren können. Erst morgens gegen 4:00 Uhr nimmt der Wind auf 3 bis 4Bft ab, die Wellenhöhe bleibt aber bei 2m. Nachts angenehme warme Luft, kein Vergleich zu den Temperaturen um Island. Von bewölkt bis sternenklar wird das ganze Repetoire gezeigt. Beeindruckend der sternenklare Himmel. Früh vor Skagen umfangreicher Schiffsverkehr. Da gilt es aufzupassen. Am schlimmsten sind die Fischer. Sie kurven mit ihren Netzen durch die See, so dass man kaum weiss, wie man sich klarhalten soll. Die meisten Schiffe räumen uns kein Wegerecht ein, also müssen wir es mehrfach durch Wenden tun. Das ist auch erforderlich, um die Nordtonne vor Skagen zu erreichen. Gegen 11:00 Uhr stehen wir kurz vor der Einfahrt in den Hafen und 11:35 Uhr sind die Leinen fest. Heute gibt es hier so viele freie Plätze – kein Vergleich zum 28.5.
Von Arendal nach Skagen haben wir 20½h gebraucht, gesegelt sind wir 85sm.

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Nach der Ankunft Frühstück- eigentlich ist ja schon Mittagbrotzeit. Ein bisschen abgammeln, einkaufen und weiter ausruhen, das ist nach so einer Nacht das nötige Tagesprogramm. Hafengebühr 200 DKR, auch hier gibt es wohl keinen Nachsaisonpreis.

Dienstag, 2.9.:

9:15 Uhr legen wir ab, nach 1sm können Groß und Fock gesetzt werden und ab geht es bei Wind aus SW Richtung Läsö. So könnte es weiter gehen, keine Wellen. Wenn sich die Windrichtung nicht noch ändert, müssen wir einen Verholer machen. Bei der Entfernung nach Läsö aber kein Problem. Leicht bedeckter Himmel, die Sonne lässt sich immer mal blicken, so gleiten wir hoch am Wind mit Vollzeug mit ~6kn Geschwindigkeit durch das Wasser.
Wow, das ist ein Tag. Wir sind in einem Schlag von Skagen nach Läsö gekommen, 30sm in 5h. Dazu Sonnenschein und das bis in die Abendstunden, ein schöner Spätsommertag. Und sogar meine Beine haben das 17° warme (kalte?) Kattegat-Wasser als angenehm empfunden. Der Hafen Österby auf Läsö ist für uns beide neu, ein gut geschützter Sportboothafen, der besonders von schwedischen Seglern angelaufen wird. Uns gegenüber diese 62 Fuß HR – ein Prachtexemplar. Für Ruhesuchende ist Österby der richtige Ort, sicher auch die gesamte Insel Läsö.

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Mittwoch, 3.9.:

Aufstehen mit Sonnenschein und das bleibt bis in die Abendstunden so, im Gegensatz zum gestrigen Tag mit weniger Wind. 4½ Stunden können wir bei Wind um 2Bft aus Süd segeln, dann wird es immer weniger. 24sm gesegelt, 23sm gemotort – nicht gerade berauschend, aber wir wollten nicht nur rumstehen. Wieder ein ruhiger Abend hier auf Anholt, nur wenige Boote sind im Hafen. Wir freuen uns an der Sonne und dem schönen Strand und an einem schönen Sonnenuntergang.

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Donnerstag, 4.9.:


7:45 Uhr werfen wir die Leinen los, Sonne scheint vom blauen Himmel, nach 20min setzen der Segel: Groß /(1xgerefft) und Fock. Der Wind kommt mit 3Bft aus SO. Zuerst kein Problem, wir müssen um die flachen Stellen südlich von Anholt herum. Ja und dann heißt es wirklich kreuzen, der Wind bleibt den ganzen Tag bei SO und unser Ziel; Mölle; liegt genau dort. Ein anderer Hafen ist nicht sinnvoll, entweder zu weit oder zu weit weg vom Öresund, durch den wir morgen wollen. Bis 16:45 Uhr halten wir mit dem Kreuzen durch, dann geht der Wind auf 1 bis 2Bft zurück und da wir noch 13sm gerade Strecke bis zum Ziel haben, wird „Guste“ von „Gustav“ abgelöst und Motorkraft statt Segelkraft zum Vorwärtskommen genutzt. Heute fahren wir dicht am Kullen mit seinem schönen Leuchthaus entlang. Eigentlich wollten wir heute noch ausprobieren, ob dieses schöne Cafe offen ist, aber der Wind hat nicht so richtig mitgespielt. Trotzdem war es ein schönes Segeln, kaum Wellen auf dem Kattegat. Nach 56sm legen wir 19:15 Uhr in Mölle an. Viel Platz ist hier nicht, an der Pier bei 2,50m geht es gerade noch für uns.


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Freitag, 5.9.: 

Es war wieder eine ruhige Nacht, der Wind ist eingeschlafen und morgens beim Aufwachen Sonnenschein. 8:40 Uhr legen wir ab und können nach 20min segeln. Der Wind kommt mit 3Bft aus SO, hoch am Wind ist ein Kurs von 170° mit 7kn Speed möglich. Leider ist das nach 1½h vorbei, der Wind schläft ein und zusätzlich sind wir in dem Verkehrstrennungsgebiet vor dem Öresund. Da müssen wir den vielen großen Frachtern und Fähren, die hier unterwegs sind, ausweichen. Also Fock eingerollt und Motor an. Erschwerend sind noch die ca. 2kn Gegenstrom, da wäre beim Aufkreuzen kaum Gewinn nach Luv zu erreichen. Nach 17sm machen wir in Helsingör fest, wir müssen einiges einkaufen und bis Kopenhagen, unserem heutigen Ziel, ist es noch weit.
14:10 geht es weiter. Das dicke, fette Hoch hat Dänemark und Deutschland weiter im Griff.

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Uns beschert es sehr schöne Spätsommertage, aber auch Wind aus südlichen Richtungen. Das bedeutet, nachdem wir die Fährlinie zwischen Helsingör und Helsingborg gekreuzt haben, im Öresund kreuzen. Der Wind hat sich auf 3Bft aus SSO stabilisiert – wieder ein super Segeln. Die dänische Küste ist fast durchgängig bebaut, Häuser eines schöner als das andere.
Einige Wenden sind erforderlich bevor wir 19:50 Uhr mit Motor in den Hafenbereich von Kopenhagen fahren. 20:20 Uhr ist das Boot im Nyhavn fest, einen Platz im Päckchen haben wir noch gefunden. In der Plicht sitzend genießen wir den schönen lauen Abend und die romantische Atmosphäre dieses Ortes. Von den 44sm konnten wir 32sm segeln.

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Sonnabend, 6.9.:

Kurz vor 8:00 Uhr Leinen los. Gestern Abend wurden wir mit einem Kanonenschuss zum Flaggenstreichen begrüßt, heute Morgen die gleiche Zeremonie zum Flaggensetzen. Vorbei an den Neubau der Fußgängerbrücke zum Konzerthaus,   sind wir nach einer ½h in dem Bereich, wo die Segel gesetzt werden.

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Groß und Fock bringen uns bei Wind aus SO mit 3 bis 4Bft mit einer Geschwindigkeit von 7kn voran, wow,  kann Segeln schön sein.
Vorbei an den Kalkfelsen von Stevns Klingt und der alten Kirche von Höjerup. 13:15 Uhr die Ansteuerungstonne von Rödvig, Segel runter Motor an, nach einer Viertelstunde ist das Boot im Fischereihafen von Rödvig angebunden nach 32 gesegelten Seemeilen. Und die Sonne scheint weiter vom blauen Himmel.
Ein Spaziergang muss sein bei diesem Wetter, u.a. in den anderen Hafenbereich, der sich inzwischen gut entwickelt hat.

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