Ab Sonntag, 14.9.2014:

Tja, wie fühlen wir uns. Es ist schon bitter, nach solch einem Törn nicht im Heimathafen anzukommen. Nach 4225sm fehlen uns bis Berlin noch 140sm. In Swinemünde liegen wir gut und das Wetter spielt auch sehr gut mit, außer die Mückenplage. Es ist natürlich stressig mit Angeboten einholen für die Reparatur bzw. den Transport zu einer Werft, mit den Kontakten zur Versicherung und dem Gutachter. Wenigsten gibt es in der Marina einen freien Hot Spot, so dass wir Nachrichten per Email, aber auch besonders Dokumente empfangen und wegschicken können. Ansonsten nutzen wir die Tage, das Boot abzutakeln. Segel sind alle getrocknet und zusammengerollt verstaut, das Legen des Mastes vorbereitet. Sauberzumachen gibt es im Boot immer etwas! Ja und so machen wir Urlaub, wie es auch viele andere hier in Swinemünde tun. Z.B. mit einer Wanderung zu dem Seefahrtszeichen in Form einer Windmühle (Molenfeuer stb). Ja und dann sind wir froh, dass der Schaden hier aufgetreten ist und nicht auf dem Atlantik. Dort hätte uns über Kanal 16 sicher niemand so schnell empfangen und Hilfe geleistet. Und wir sind froh, dass unser Boot nicht so aussieht, wie die vorgestern eingelaufene uns gegenüber liegende Yacht. 

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Die Tage vergehen, mit Telefonaten, Emails und Schreiben formulieren bzw. Formulare ausfüllen. Aber wir waren erfolgreich, seit gestern haben wir von der Versicherung die Freigabe für die Ruderreparatur und heute werden wir nach Stettin in eine Werft abgeschleppt. Dort ist ein Hanse-Händler, mit dem wir uns heute Abend treffen. Die Auslieferung eines neuen Ruders dauert wahrscheinlich 3 Wochen, wir werden dann sehen, wie sich unser weiterer Zeitplan gestaltet. Das heißt, dass wir wohl ohne Boot zuerst einmal nach Berlin zurückkommen. Wir hoffen, dass wir dann in 4 Wochen mit dem Boot Berlin erreichen können, ansonsten muss es in Stettin ins Winterlager.

Die letzten Tage hat uns die Sonne verwöhnt. Nachmittags haben wir hier einiges unternommen, eben Urlaub gemacht so gut es ging. Richtig frei hat man den Kopf natürlich nicht bekommen. Das Stadtzentrum von Swinemünde ist schön geworden, die Cafe’s laden zum Verweilen ein.

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Unser Schleppboot ist gestern Abend bereits angekommen, ab 9:00 Uhr soll es heute losgehen.
Pünktlich 8:40 Uhr legt der Schlepper bei uns an. Wir vertäuen alles ordentlich mit Fendern dazwischen und verlassen die Marina in Swinemünde.
Auf der Dwina geht es zuerst vorbei an dem SAR-Kreuzer, der uns in den Hafen geschleppt hat und nun auf seinen nächsten Einsatz wartet.

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Dann weiter auf dem Kaiser-Kanal, den wir nach 8sm verlassen. Auf dem Oder-Haff sind wenig Wellen, Windstärke 2Bft aus SO, also günstig für den Schleppvorgang. Die Sonne scheint vom blauen Himmel, wäre zum Segeln schön gewesen. 12:45 Uhr ist das Haff überquert und wir haben Ziegenort querab. Nun auf der Oder Richtung Stettin. Die Werft ist am Dabi-See. Das Abschleppen war professionell.
Nach 8h und 35sm haben wir die Leinen an der Camping Marina Stettin fest.

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Herr Kocewicz kommt wie vereinbart an Bord und wir besprechen die weitere Vorgehensweise. Morgen ab 12.00 Uhr wird der Mast gelegt und das Boot gekrant. Dann werden wir sehen, wie groß der Schaden ist und was konkret gemacht wird.

Morgenstimmung am Dabi-See, nur leider können wir sie nicht so richtig genießen. Jörg bereitet alles zum Legen des Mastes vor, wenn der Kran kommt, soll alles möglichst schnell gehen.

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Und es klappt auch alles, sowohl das Mastlegen als auch das Kranen des Bootes.

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Ja und so sieht nun unser Ruderblatt, bzw. was davon übriggeblieben ist, aus. Ein neues Ruderblatt muss her. Bis dahin liegt unser Boot hoch und trocken und wir haben diese Aussicht. Wenigstens verwöhnt uns das Wetter weiterhin, heute Sonne vom blauen Himmel, kein Wind. Man fühlt sich wie im Sommer. Übrigens, unser Boot segelt zwar trocken aber auf Bb Bug also leicht nach Bb gekränkt. Hoffentlich rollt Hillu immer zu mir rüber!!!

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Und morgen wollen wir Stettin besuchen-Urlaub machen. Ob wir uns Gedanken machen oder nicht, ändert sowieso nichts, wir müssen damit leben. Dank an unsere Sportfreunde, die jede Hilfe angeboten haben, wenn wir sie brauchen, melden wir uns.


        

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