20.5.2013 (Montag): 6:50 Uhr Abflug in Berlin-Schönefeld, nach 1h
und 35min Ankunft Flughafen Marco-Polo Venedig, Fahrt mit dem Express-Bus der
Linie 1 vom Flughafen zum Piazza Roma (20 min, Preis 6€ pro Person), weiter mit
dem Vaparetto Linie 1 durch den Canale Grande zur Station St. Elena(1h, Preis
7€ pro Person), Fußweg zur Marina St. Elena. Gegen 11:30 Uhr sind wir an
unserer “Blue Bandit”.
Hurra!!! Es ist geschafft. Lotte und Egon (Sieglinde und Gerhard Gaerisch) besichtigen
das Boot. Wir räumen alle unsere Sachen an Bord und genießen den Sonnenschein
in Venedig. Nach kurzer Pause gehen Lotte, Hillu und Egon einkaufen, Jörg baut
am Mast 2 Stufen an. Gegen 18:00 Uhr laufen wir zur Via Garibaldi zum
Abendessen. Es ist ein sonniger, etwas windiger Abend. Danach gehen Lotte und
Egon zum Marcus-Platz und wir (Hillu und Jörg) gehen zur Marina zurück.
21.5.2013(Dienstag): Vormittags beschäftigen wir
uns am Boot, Jörg baut das AIS ein, Hillu installiert die GPS-Maus und
überprüft an beiden Computern deren Funktion in der OPEN-CPS-Software, Lotte
und Egon scheuern das Deck und gehen in Venedig bummeln und einkaufen. Gegen
16:00 Uhr fahren wir zum Dieseltanken (126,5l für 215€), dann fahren wir
entlang der Flaniermeile von Venedig und genießen die Ansicht. Nach 1 h geht’s
zurück in die Marina, mit Abendessen an Bord und Rotwein lassen wir den
geruhsamen Tag ausklingen.
22.5.2013
(Mittwoch): Wir legen 6:20 Uhr ab und
frühstücken unterwegs. Die Sonne scheint, es ist etwas bedeckt, der Wind kommt
mit 9 kn aus N, nach 1 h kann der Motor aus und wir segeln mit Groß und
Sebstwendefock in Richtung OSO hoch am Wind mit gefierten Schoten. Die
Fahrtgeschwindigkeit liegt bei 5 kn. Nach 2½ h nimmt der Wind auf 5 kn ab, wir
setzen den Gennaker. Leider schläft der Wind noch weiter ein, sodass wir alle
Segel bergen und mit Motor die Überfahrt über die Adria fortsetzen. Bei 2000
Umdrehungen haben wir eine Fahrtgeschwindigkeit von 6,5 kn, Kurs 110°. Wind
bleibt wenig, sodass wir bis zum Ziel ( Rovinj ) unter Motor fahren.

17:30 Uhr erreichen wir den Stadthafen und legen an der Zoll-Pier an, melden
uns bei der Hafenpolizei und beim Hafenkapitän an. Die Vignette für Kroatien
(für 1 Jahr) kostet 1765 Kuna, dazu kommen für 8 Tage 300 Kuna “Kurtaxe”. Wir
fahren anschließend zum Stadthafen nördlich der Altstadt (11 Kuna pro m, Strom
und Wasser nicht vorhanden). Ab 18:30 Uhr gehen wir in der Altstadt durch sehr
enge, malerische Gassen mit vielen Geschäften und Restaurants bis zum
Kirchberg, genießen die schöne Aussicht und den Sonnenschein und essen in einem
gemütlichen Restaurant Abendbrot. Der Wind dreht nachts auf NW, es regnet – die
Nacht wird sehr unruhig, da das Boot in den Leinen zerrt und die Wellen von der
Kaimauer zurücklaufen. Wir waren 60sm unterwegs, davon 15sm gesegelt und 45sm
unter Motor.

23.5.2013 (Donnerstag): Wir legen 5:55
Uhr ab, der Wind kommt mit 3kn aus NW. Wir nehmen Kurs 180° Richtung Leuchtturm
Sv.Ivan. Nach ½ h machen wir den Motor aus. Wir lassen uns treiben und
frühstücken gemütlich. Jörg taucht, da wir annehmen, dass eine Tüte um den
Propeller ist, ist aber alles okay. 7:30 Uhr setzen wir die Segel (Groß und
Selbstwendefock). Der Wind kommt mit 12kn aus O, wir segeln Richtung Brijuni
mit 7kn Kurs 150°. Nach 1h nimmt der Wind auf 19kn zu, das Groß wird 1x
gerefft, nach ¼ h muss das 2. Reff ins Groß. Da die Windstärke auf über 25
Knoten(in Böen 33 kn) zunimmt, bergen wir das Großsegel und laufen nur mit der
Selbstwendefock 7kn. Über dem Kvarner nimmt die Wellenhöhe zu (rund 2m) und
schon überfällt Hillu wieder die Seekrankheit. Das Boot stampft ab und zu durch
die Wellen und sorgt für Duschen für alle und richtet leider auch auf dem Boot
einiges Chaos an (der Lüfter und die Luke im Vorschiff sind nicht dicht, sodass
Matratzen, Schlafsack und vieles andere nass sind). Im Salon fällt Jörg gegen
den Tisch, der dabei aus der Halterung gerissen wird und da eine Schranktür
nicht richtig arretiert ist, wird das alles dort Deponierte über den ganzen
Salon verteilt. So entscheiden wir 12:30 Uhr das Segeln abzubrechen und in den
Hafen von Unije einzulaufen, finden dort einen Platz. Der muss zwar 15:30 Uhr
wegen der Fähre kurz geräumt werden, aber ansonsten liegen wir dort ruhig und
windgeschützt. Unije ist ein ruhiger kleiner Ort mit 2 Restaurants am Wasser-
eins davon wählen wir für das Abendessen aus.
So sah die Wetterkarte am Abend aus, abends davor war’s noch ganz human mit
max.15kn Wind.
….
Insgesamt waren wir 40sm unterwegs, davon 35sm gesegelt und 5sm unter Motor.
24.5.2013 (Freitag):
7:10 Uhr legen wir ab, nach 20
min setzen wir die Segel, zuerst nur die Selbstwendefock, stellen aber fest,
dass wir zum richtigen hoch am Wind segeln das 2x gereffte Groß noch benötigen.
Damit laufen wir wieder über 7kn. Wir müssen kreuzen. Der Wind dreht weiter auf
S, Windstärke zwischen 15 und 20kn. Der Himmel ist halb bedeckt, wir haben
unterwegs mehrfach Regenschauer. Die Segel bergen wir kurz vor der Einfahrt in
die Bucht von Mali Losinj (nach 20 gesegelten sm) und fahren die letzten 2sm
unter Motor in den Stadthafen. Der Hafen ist sehr geschützt, auch das
aufkommende Gewitter und der damit verbundene Sturm sind hier gut abzuwettern.
Liegegebühren inkl. Strom und Wasser sind 352 Kuna, 60 Kuna für Duschen und
Toilettenbenutzung extra.

Mali Losinj ist ein lebhafter schön gelegener Ferienort, Mittagessen (Fisch)
gibt es heute im Restaurant. Den Nachmittag verbringen wir an Bord bzw. in der
Stadt, Jörg hat noch einiges zu reparieren. Den Abend verbringen wir gemeinsam
an Bord.
25.5.2013
(Sonnabend):
Gefrühstückt wird im Hafen, 7:10 Uhr legen wir ab. Bis 8:45 Uhr fahren wir
unter Motor. Als wir Ilovik querab haben, können wir die Segel setzen, der Wind
kommt aus NW mit 12 kn. Regenschauer und Sonnenschein lösen einander ab,
ähnlich ist es mit dem Wind, mal ist genug zum Segeln mal nicht, also Motor
aus, Motor an. Mittag gibt es unterwegs an Bord, inzwischen ist blauer Himmel
und Sonnenschein. Der Wind dreht auf SSW, kommt teilweise mit 12kn, teilweise
wieder schwächer. Also das gleiche Spiel wie vormittags. Von den von DWD
angekündigten 7Bft keine Spur. Wir beschließen in die Bucht Soline von Pasman
zu fahren. Insgesamt legen wir 60sm zurück, davon 24 segelnd und 36 unter
Motor. Gegen 17:00 Uhr machen wir an einer Mooringtonne in der Bucht fest
(Gebühr 150 Kuna) und dann geht’s mit den inzwischen aufgepumpten Schlauchboot
zum Restaurant. Wir bestellen 4x Fischmenü bestehend aus Käse mit Oliven als
Vorspeise, Fisch (Dorade) mit Salzkartoffeln, Knoblauchöl, geröstetem Brot und
grünem Salat als Hauptgericht (alles direkt aus dem Wasser bzw. Garten). Dazu
gibt es auf Kosten des Hauses Traveriza aus eigener Herstellung und auf unsere
Kosten 1½ l Rotwein. Auch wenn es inzwischen in Strömen regnet, ein
wunderschöner urischer Abend. Nachts kreiselt das Gewitter weiter um uns herum
mit Regenschauern und Windböen. Gut, dass wir an einer Boje liegen, sonst wäre
Ankerwache nötig gewesen.

.

26.5. (Sonntag): Es regnet weiter, Egon und Jörg holen nach dem
Frühstück das Schlauchboot an Deck, wir legen 7:30 Uhr ab. Wind ist drehend,
also fahren unter Motor. Heute ist es “langweilig” – es ist nur wenig Wind und es
regnet, mal weniger, mal mehr. Wir knattern die
60sm unter Motor, abwechselnd wird geruht bzw. im Regen hinten gestanden bzw.
gesessen, um den Kurs richtig zu fahren und entgegenkommenden Booten
auszuweichen. Teilweise war die Sicht nur 1sm, mit Seekarten und Plotter aber
alles kein Problem. Zur Nacht legen wir auf Solta im Stadthafen von Stomorska
an, zuerst vor dem Restaurant “O la la “, dort essen wir sehr gut. Gegen 21:00
Uhr verlegen wir uns an die Pier gegenüber. Beim Anlegen verhakt sich Jörg an der
Badeleiter und landet im Wasser. Die heiße Dusche anschließend tut gut. Mit
einer Flasche Weißwein wird der Abend am neuen Liegeplatz beendet.
