2.9.2013 (Montag):

8:30 Uhr wird abgelegt, mit Motor fahren wir durch die Kaiserfahrt. Wind kommt mit 12kn aus WSW, es strömt gegen uns. Speed über Grund nur 4,5kn. Der Himmel ist bedeckt und es regnet bzw. nieselt. Ein nicht sehr angenehmes Wetter. In 1¾ h haben wir den Kanal hinter uns und setzen die Fock. Der Wind kommt mit 25kn aus W, mit mindestens 6kn über Grund rauschen wir über das Oder-Haff. Nach 2 h ist Ziegenort querab. Nach einer halben Stunde nehmen wir das 2xgereffte Groß zum Segeln dazu und erreichen wieder mindestens 6kn Speed. Ab der Verzweigung Kanal/Dabiesee benutzen wir für die Kanalfahrt den Motor. Jörg bereitet unterwegs das Mastlegen vor. Bis zur Marina Hotele sind es 36sm, gesegelt sind wir heute 21sm. 15:40 Uhr sind wir in der Marina (Liegegebühr21€). Nun sind Segelabschlagen, Großbaumabbauen, usw…… angesagt. Mit stehendem Mast sind wir ab Venedig 4665sm unterwegs.

 
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Und es regnet und regnet, ich darf innen bleiben, während Jörg und Detlef draußen 3½ h arbeiten. Aber dafür gibt es was Gutes aus der Bordküche.

3.9.2013 (Dienstag):
 
7:00 Uhr geht die Arbeit weiter, heute scheint die Sonne wieder und es ist wenig Wind. Der Hafenmeister kommt um 8:00 Uhr, wir fahren mit dem Boot zum Kran und schon bald geht es los mit dem Legen des Masts. Um 9.00 ist alles fertig, es ging ohne Komplikationen. Nun noch alles fest verzurren und dann noch tanken. 10:30 Uhr fahren wir los, zuerst ein paar vergebliche Versuche, durch die zu flachen Brücken zu kommen.  


 
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Es bleibt nichts anderes übrig als durch die Altstadt von Stettin zu fahren. Vorbei am Wojewodschaftsamt und am Nationalmuseum, der Jakobi- und der Johannis-Kirche und weiteren sehr schönen alten Gebäuden.  

 
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Wir fahren auf der Westoder. Es gibt viele Altarme mit Sumpf-und Wasserpflanzen. Zuerst fahren wir durch den polnischen Landschaftsschutz-Park Unteres Odertal.
14:30 Uhr erreichen wir Mescherin – wir sind wieder in Deutschland. Wir sind weiterhin auf der Westoder. Zu sehen sind urwüchsige Auwaldreste und auf den Oderhängen Wiesen oder Laubmischwälder. In Garz machen wir nach einer weiteren halben Stunde Fahrt für die Nacht fest. Einiges müssen wir noch Einkaufen und in Schwedt werden wir sicher wegen unseres Tiefgangs nicht anlegen können. Hier ist es angenehm ruhig, auch in der Stadt. Durch Gartz geht der Oder-Neiße-Radweg, der unseren weiteren Weg bis Hohensaaten begleitet. Es beginnt der Nationalpark Unteres Odertal.

4.9.2013 (Mittwoch):

Nach einem gemütlichen Frühstück (vom Hafenmeister haben wir frische Bäckerbrötchen bekommen) legen wir ab, nach 2sm biegen wir in die Hohensaatener-Friedrichsthaler-Wasserstraße ab. Mit ~6kn fahren wir vorbei an Schwedt, Criewen bis Stolpe. Dort legen wir an, essen zu Mittag und besteigen den Stolper Turm. Es ist eine romanische einst bewohnte Turmburg. Von hier hat man einen schönen Blick über die Flussaue mit der Wasserstraße im Vordergrund.

 
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13:25 Uhr geht es weiter, nach einer Stunde haben wir einen polnischen Schleppverband vor uns und müssen mit ~2,5kn hinterher tuckern. 15:10 Uhr: Schleuse Hohensaaten, wir können gleich einfahren. Besonders zwischen Oderberg und Liepe wunderschöne Wasserlandschaft, viele Seerosen und andere Wasserpflanzen säumen den Uferbereich.

 
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16:55 Uhr erreichen wir das Schiffshebewerk Niederfinow und bestaunen besonders die Baufortschritte am Neubau. Nach 15min Wartezeit werden wir geschleust, heute allein in dem großen Schleusentrog. Nun sind wir auf dem Oder-Havel-Kanal. Nach 45sm legen wir für die Nachtruhe in Eberswalde an, laufen noch insgesamt 1½ h zum Kaufland (Angler hatten uns etwas von 20min für eine Richtung erzählt) und sind anschließend für den Rest der Fahrt gut versorgt.

 
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5.9.2013 (Donnerstag):

So sieht es früh am Oder-Havel-Kanal aus. Der Nebel liegt über dem Kanal, Sicht keine 100m, aber Spinnen haben über Nacht ihre Netze gespannt. Gegen 8:00 Uhr fahren wir los – etwas langsamer, um Kollisionen zu vermeiden. Nach einer Stunde lichtet sich der Nebel, wir können unsere Geschwindigkeit von ~6kn fahren. Nach einer weiteren Stunde lacht die Sonne vom blauem Himmel und wir sind mit unseren Flaggen (WSV + alle Länder, in denen wir auf unserem Törn waren) wieder gut zu sehen.

 
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11:30 Uhr sind wir an der Schleuse Lehnitz, nach etwas Wartezeit können wir einfahren und ab 12:30 Uhr geht es weiter über den Lehnitz-See. Zum Mittagessen – es gibt heute gebratenen Wolfsbarsch – „ankern“ (wir sind einfach mit dem Kiel in den Schlamm gefahren) wir und fahren dann weiter über die Havel, über den Tegeler See und mitten durch Berlin. Vor der Schleuse Plötzensee müssen wir kreiseln, der Anleger für Sportboote ist für uns zu flach. Das wilde Treiben auf der Spree beginnt, viele Dampfer und Motorboote sind unterwegs, die uns das Steuern mit unserem 4m überstehendem Mast nicht gerade einfach machen. Am Wasserwanderplatz vor der Lessingbrücke ist für uns die Weiterfahrt bis 19:00 Uhr gesperrt. Wegen des gelegten Mastes haben wir keinen Funk und ohne darf man nicht fahren, so musste für über 2 Stunden paussiert werden. Nach 19:00 Uhr können wir weiter, die Dampfer fahren aber immer noch und pochen auf ihr Wegerecht, also eigentlich unverständlich, warum man zwischen 9:00 Uhr und 19:00 Uhr nicht fahren darf. 19:45 Uhr werden wir in der Mühlendamm-Schleuse ohne Wartezeit geschleust und fahren weiter durch das abendliche Berlin. 20:20 Uhr haben wir 45sm geschafft und machen an der Fischer-Insel gegenüber der Dampferanlegestelle Treptower Park fest.

 
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6.9.2013 (Freitag):

Das letzte Wegstück zum Heimathafen haben wir in zwei Etappen zurückgelegt, zuerst bis nach Köpenick. Dort wurde Klarschiff gemacht und noch etwas entspannt. Zu 15:00 Uhr verlegen wir uns zur Dampferanlegestelle. Dort nehmen wir einige Mitsegler von unserem Törn in Empfang, um das letzte Stück des Weges gemeinsam mit großem Hallo und Getute zurückzulegen.

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Hinter der Köpenicker Brücke begrüßten uns Sportfreunde vom WSV über die Toppen geflaggt. Und auch am Steg war der Empfang sehr herzlich, danke dafür. Die Sonne hat den ganzen Tag mit uns gelacht, es war ein sehr fröhlicher Abschluss unseres großen Törns.




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