24.6.2013 (Montag):
Wir legen 8:20 Uhr, vom vergangenen Abend
nochmal eine schöne Aufnahme. Und unser Kurs, den wir endlich mal wieder
richtig gesegelt sind.

Wir haben den angesagten Wind aus NO mit 17kn, mit
1x gerefftem Groß und Fock kreuzen wir bis zum Cap Formentor, Speed ~6,5kn, der
Himmel ist bedeckt, heute sind es angenehme Temperaturen, Wellenhöhe 2m. Ab dem
Cap wird bei achterlichem Wind zuerst raumschots, dann nur noch mit
ausgestelltem Groß gesegelt, Speed 7 bis 8kn, immer entlang der sehr schönen,
felsigen und stark zerklüfteten NW- Küste Mallorcas.

Unser Ziel, Puerto de Soller, erreichen wir nach 40 gesegeten Seemeilen um
16:30 Uhr. Der Hafen ist bereits ziemlich voll, eine kleine Lücke in der Marina
de Tramantara entdecken wir noch, im kommunalen Hafen war nichts mehr frei. So
wird die Liegegebühr bei fast gleichem Service bedeutend teurer (66€ sind zu
berappen). Außerdem war es sehr schwierig an Land zu kommen, da die Pier sehr
hoch ist. Das Brett musste auf der Reeling befestigt werden.

Zum Schlendern im Hafen von Soller musste man erstmal über das Brett „turnen“,
dann war es aber ein sehr gemütlicher Abend. Wir sitzen in einer Bar an der
Strandpromenade, die alte Straßenbahn zum 3km entfernten Hauptort kommt vorbei.
Mit Rot- und Weißwein, WIFI und angenehmer Temperatur geniessen wir den
Sonnenuntergang. Dann nochmal „Turnen“ und ab geht’s in die Koje.
25.6.2013 (Dienstag):
8:15 Uhr wird abgelegt, draußen ist, wie angekündigt, kein Wind. Die
Dünungswellen sind nur noch ½m hoch. Mit Motor fahren wir dicht an der Küste
entlang, Kurs 240°. Zerklüftete Felsformationen, dazwischen grüne Pinienwälder
und schöne kleine Orte an den Berghängen. Der Himmel ist bedeckt. Zu unserem
Glück fehlt uns nur noch Wind, aber alles kann man eben nicht haben. Mittags
erreichen wir die Durchfahrt zwischen Mallorca und Dragomera, bei
spiegelglattem Meer.

Nach 31sm unter Motor legen wir in Puerto de Andraitx an. Wir haben Glück: am
kommunalen Steg sind noch einige Liegeplätze frei, dadurch bezahlen wir nur 47€
Liegegebühr. Mit dem Bus geht es nachmittags nach Andriatx, wir schauen uns die
Stadt an und genießen einen ruhigen Nachmittag bei Pizza und Wein. Zum
Abendbrot wird heute Fisch (gekauft) in der Bordküche zubereitet. Hat lecker
geschmeckt.

Als krönender Abschluß einen Absacker – sprich: ein großes Glas Sangria in
einer Bar direkt am Wasser mit Blick auf Marina und Puerto de Andraitx.
26.6.2013 (Mittwoch):
8:20 Uhr verlassen wir diesen schönen Ort – einen Naturhafen geschützt in einer
tief eingeschnittenen Bucht liegend. Schicke Bars und teure Restaurants gehören
zum Ambiente. Wind mit 3kn aus O, unser Kurs 128°, also wieder motoren. Der
Himmel ist teilweise bedeckt, die Temperaturen sind angenehm. Bis Palma de
Mallorca sind es 20sm. Dort wollen wir unsere nächsten Gäste, Margit und Anke
Skala, aufnehmen. Es bleibt bei einer Motorbootfahrt, sodass wir in Palma
erstmal zum Tanken fahren (30,6 l). Dann zum Real Club Nautico, am Steg R11
finden wir einen freien Platz (Liegegebühr 103€). 13:15 Uhr Anruf von Margit,
wir sind pünktlich gelandet. Nach kurzem Bordaufenthalt Stadtbummel.
Hauptsehenswürdigkeit der Stadt ist die gotische Kathedrale La Seu im
Süden der Altstadt unweit der Küste. Neben der Kathedrale liegt der Palast, der
dem König von Spanien als Residenz bei Besuchen auf den Balearen dient. Das
Innere der Kathedrale sehr beeindruckend.

Die Altstadt von Palma de Mallorca stellt eine stilistische Mischung aus
spanisch-katalanischen und arabischen Einflüssen dar. Bekannt ist sie für ihre
zahlreichen engen Gassen, die teilweise nur über Treppen miteinander verbunden
sind. Dadurch ist die Altstadt größtenteils autofrei, sieht man von einigen
Durchgangsstraßen ab. Ihr Mittelpunkt ist der Plaça Major. So hätte man auch
die Altstadt besichtigen können. Wir ziehen es aber vor, per Fuss einige
Sehenswürdigkeiten zu erreichen und sind von den engen Gässchen und der
Sauberkeit fasziniert.
Abends ist Sushi-Essen angesagt, ein Geheimtipp von Jörg aus seiner Skipperzeit
auf Mallorca. Glücklich (mit „vollgefressenen Bäuchen) kehren wir in die Marina
zurück.
27.6.2013 (Donnerstag):
7:20 Uhr legen wir zur Überfahrt nach Ibizza ab, 64sm liegen vor uns. Schwacher
Wind aus NNW (3kn), also wieder motoren! Sonne scheint vom blauem Himmel. 10:00
Uhr werden die Segel gesetzt, der Wind kommt mit 8 bis 11 kn aus NNW. 16:30 Uhr
ist es entgültig mit dem Segeln vorbei, vorher musste der Motor immer mal mit
geringen Umdrehungen mitarbeiten. 18:30 Uhr erreichen wir unser Ziel, Santa
Eulalia auf Ibiza, tanken zuerst 21 l und machen am vorgegebenen Steg fest.
Liegegebühr 66€, Abendbrot an Bord, danach in eine Bar mit WIFI.
Hoffentlich ist nun endlich alles wieder richtig auf dem WSV-Server
angekommen!!!
Santa Eulalia ist ein moderner Ort mit entspannter Atmosphäre und einem modern
angelegten Yachthafen. Der Boulevard entlang der Küste ist von Bäumen gesäumt.
Mit Feo sind wir 489sm unterwegs gewesen, leider wieder kein gutes
Segel-Motorverhältnis. Die z.Z sehr schwachen Winde machen uns zu schaffen:
251sm gesegelt (oft mit Motorunterstützung), 235sm nur mit Motor.

28.6.2013 (Freitag):

8:30 Uhr: Wir verabschieden Feo. Er fährt mit einem Bus nach Ibiza-Stadt
und dann zum Flughafen. Und wir wollen die Insel nördlich umfahren, leider
zuerst wieder mit Motor. 10:45 Uhr erreichen wir den nördlichsten Punkt Ibizas,
das Cap Punta Moscarter mit seinem schwarz-weiß geringeltem Leuchtturm. An
immer wieder sehr interessanten Felsformationen geht es vorbei. 11:40 Uhr die 1.
Segelversuche bei Wind mit 6kn aus N. 12:25Uhr muss der Motor unterstützend
mitarbeiten, Speed beim nur Segeln fiel unter 3kn, 14:00 Uhr Badestopp in der
Cala Salada, leider mit Feuerquallen. Anke und Hillu werden von ihnen erwischt.
Ist aber nicht so schlimm geworden.

15:00Uhr legen wir nach insgesamt 31sm, davon 12sm segelnd in San Antonio Abad
im kommunalen Hafen an. Die Anmeldung gestaltete sich anfangs schwierig, da wir
laut Vorschrift 0,35m zu lang sind. Nach langem Diskutieren können wir dann
doch bleiben. Liegegebühr hier 46€. Heute kochen wir an Bord. Aus gekauften
Fleisch gibt es Rahmgeschnetzeltes mit Nuden. 20:15 brechen wir zur
Stadtbesichtigung auf. Viele jungen Leute bevölkern die Straßen, Gassen und
Bars – eine normale Touristenstadt. Wir setzen uns im Nautico Club direkt ans
Wasser und trinken leckere Cocktails.
..

29.6.2013 (Sonnabend):
6:45 Uhr ablegen, da heute die Überquerung des Canal de Ibiza zum
spanischen Festland vor uns liegt. Dabei erleben wir bei sehr schwachem Wind
den Sonnenaufgang über Ibiza. Nach Beschwörung von Rasmus wird es heute ein
sehr schöner Segeltag. Der Wind kommt aus S bis SW mit 9 bis 12kn, unser Kurs
ist 245°, Speed 5 bis 6,5kn. Vorbei an vorgelagerten Inseln von Ibiza können
wir lange am Horizont die Insel erkennen. Bereits 12:00 Uhr kommt Jörgs Ruf
„Land,Land,..“, das spanische Festland ist in Sicht. Im Dunst noch etwas
undeutlich sehen wir das Capo de la Nao, dass wir 15:20 Uhr querab haben. Bis
17:15 Uhr wird bei Sonnenschein, blauem Himmel und nur leichten Wellen
gesegelt. Wir haben uns heute für Puerto de Moraira als Ziel entschieden,
tanken dort 25l und machem im Club Nautico des Ortes fest.
60sm, davon 50sm segelnd (am Anfang noch mit Motorunterstützung), liegen hinter
uns. Die Liegegebühr von 52 € ist für einen Club-Liegeplatz okay.
Die Stadt bietet eine ruhige angenehme Urlaubsatmosphäre, hat sehr gepflegte
Anlagen, im Club Nautico gibt es leckere Cocktails bei angenehmen
Abendtemperaturen und Blick über Marina und Meer.

30.6.2013 (Sonntag):

Mit diesen beiden Hochs wird sich nicht viel Wind entwickeln. Trotzdem wollen
wir heute entlang der Costa Blanca 50sm bis Santa Pola zurücklegen.
7:50 Uhr legen wir ab, 9:15 Uhr erreichen wir den
Greenwich-Meridian, leider gibt es Dünung. Zum Vorwärtskommen bleibt nur
Motoren. Vor der Skyline von Benidorm dann ein Badestopp. 11:00 Uhr setzen des
Großsegels, allerdings brauchen wir noch Motorunterstützung. Ab 12:30 Uhr ist
diese nicht mehr notwendig. Mit Wind aus SO und 9kn erreichen wir mindestens 5kn
Speed. 15:45 Uhr bergen wir vor der Hafeneinfahrt die Segel, 16:30 Uhr liegen
wir entgültig fest (wir mussten noch im Hafen kreiseln, da die Marineros mit
anderen Booten beschäftigt waren). Von den 50sm konnten wir 30sm segeln – einer
der besseren Segeltage!! Liegegebühr, obwohl Club sehr günstig: 32,50€.
zurück zur Startseite